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Montag, 27. Dezember 2010

Martinique / Fort de France - Ein Stück Frankreich in der Karibik 5


 

Und überall findet man exotische Blüten und Pflanzen, üppig und farbenprächtig. So manches Gewächs kennt man zuhause nur im Blumentopf, doch im warmen Klima der Karibik gedeihen sie und wachsen zu großen Sträuchern oder gar Bäumen heran.

Martinique / Fort de France - Ein Stück Frankreich in der Karibik 4




 

Direkt am Meer gelegen ist das burgartige Fort St. Louis. Heute ist dort die französische Marine untergebracht und für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Zu Füßen der mächtigen  Mauern, die im 17. Jh. im Stil von Vauban erbaut wurden, liegt ein kleiner Strand, der von den Einwohnern von Fort de France gerne genutzt wird.

Martinique / Fort de France - Ein Stück Frankreich in der Karibik 3





Die Kathedrale Saint Louis hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich - Feuer, Erdbeben und Hurricanes. Doch sie wurde immer wieder aufgebaut, zuletzt 1890 durch den Pariser Architekten Henri Pick. Die Kathedrale ist im römisch-byzantinischen Stil gehalten. Die Kathedrale Saint Louis besitzt eine große Orgel, hübsche bunte Glasfenster und Gräber der lokalen Prominenz.

Martinique / Fort de France - Ein Stück Frankreich in der Karibik 2



Ganz in der Nähe der liegt die Bibliotheque Schoelcher. Sie ist nach dem französischen Politiker Victor Schoelcher benannt. Er setzte sich vehement für die Abschaffung der Sklaverei in den französischen Kolonien ein. Erbaut wurde sie - wie die Kathedrale auch - vom Architekten Henri Pick. Der Stil ist romanisch-byzantinisch. Die Basis ist eine Eisenkonstruktion und ursprünglich diente diese als karibischer Pavillon auf der Weltausstellung. Danach wurde der Pavillon wieder zerlegt und nach Martinique gebracht.

Martinique / Fort de France - Ein Stück Frankreich in der Karibik 1


Die karibische Insel Martinique ist ein französisches Überseedepartement. Die Hauptstadt von Martinique ist Fort de France. Wer diese Insel in der Karibik besucht, sollte einigermaßen Französisch sprechen, denn der englischen Sprache sind nur wenige mächtig. Ein Bummel durch Fort de France ist auch ein kleiner Bummel durch die Geschichte von Martinique.
Entdeckt wurde sie von Kolumbus und nur wenig mehr als hundert Jahre später kam Martinique unter französische Regierung und blieb es mit kurzen Unterbrechungen bis heute. Berühmt wurde Martinique durch Josephine de Beauharnais, die erste Gattin von Napoleon. Sie wurde hier in Martinique geboren. In einem Park in Fort de France steht noch heute eine kopflose Statue von ihr. Wer ihr den Kopf abgeschlagen hat, weiß man nicht, den Grund dafür schon: Sie wollte die Sklaverei auf Martinique wieder einführen und dafür hasste sie die Bevölkerung der Insel.

Madeira / Funchal - Weihnachtsdeko bei Nacht





Wir liegen über Nacht in Funchal und so bleibt sogar noch etwas Zeit, um sich die bereits am Tage bewunderte Weihnachtsdeko auch abends noch einmal in ihrer hell erleuchteten Pracht anzuschauen. An der Promenade sind 4 riesige Weihnachtskugeln in unterschiedlicher Größe hintereinander aufgebaut. Eine Weihnachtsdeko in der man sitzen und Funchal bei Nacht bewundern kann. Man kann auch auf der einen Seite hinein und auf der anderen wieder hinausgehen bis zur letzten Kugel direkt am Meer. Ein herrliches Bild.

Madeira / Funchal - Weihnachten und Palmen




Funchal auf der Insel Madeira ist der letzte Hafen vor unserer Atlantiküberquerung. Ich war schon oft in Funchal und ihr Flair zieht mich immer wieder in ihren Bann. Selbst mitten in der Stadt gibt es den weltberühmten Blumenreichtum von Madeira überall zu bewundern. Sieben lange Seetage liegen vor uns und deshalb genießen wir einen letzten Landgang in Funchal, das sich für das kommende Weihnachten wunderschön herausgeputzt hat. Palmen spielen da im wahrsten Sinn des Wortes eine tragende Rolle. Die Sonne lacht vom leicht bewölkten Himmel und läßt zunächst keine Weihnachtsgefühle aufkommen. Doch beim Bummeln durch die Gassen der Altstadt von Funchal ändert sich das schnell. Entlang der herrlichen Promenade am Meer sind Palmen mit farbenprächtigen Girlanden geschmückt. Über die Gassen spannen sich Bögen mit bunten Blüten, Weihnachtsmännern auf Schlitten, vor der ehrwürdigen Kathedrale halten riesige Weihnachtsengel Wache. Weihnachten wird in jeder Gasse unter ein bestimmtes Thema gestellt, keine Gasse gleicht der anderen. Man kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus, Palmen, Sonne und Weihnachten ist doch eine reizvolle Kombination.

Montag, 10. Mai 2010

Griechenland / Saloniki - Markt & Loukoumia



Die Stadt Saloniki liegt auf dem griechischen Festland in der Region Makedonien. Außer diversen Kirchen, die zum Unesco Weltkulturerbe gehören, hat Saloniki auch einen großen Markt, der alles bietet, was das kulinarische Herz begehrt. Saloniki hat den größten Fischmarkt, den ich jemals gesehen habe und natürlich gibt es auch an vielen Ständen das typisch griechische Konfekt Loukoumia. Ursprünglich kommt Loukoumia aus der Türkei - dort kennt man es heute noch als Lokum - und ist ein Überbleibsel aus der Zeit, als Griechenland unter osmanischer Herrschaft stand. Loukoumia wird hergestellt aus sehr viel Zucker, Stärke, Fruchtsäften. Alles wird stundenlang zu einem dicken Sirup eingekocht, in verschiedene Formen geschnitten und dick mit Puderzucker bestäubt. Ein häufiger Bestandteil von Loukoumia ist auch Mastix, ein Harz, das der Mastix-Pistazienbaum absondert. Der Geschmack ist allerdings gewöhnungsbedürftig.

Griechenland / Rhodos - Auf der Straße der Ritter



Die Insel Rhodos gehört zur Dodekanes-Inselgruppe und liegt in der Ägais. Die Altstadt von Rhodos-Stadt mit der Stadtmauer und dem Großmeisterpalast gehört zum Unesco Weltkulturerbe. Errichtet wurde er von den Johannitern. Einen Besuch wert ist die Straße der Ritter - man fühlt sich direkt ins Mittelalter zurückversetzt. Die Straße der Ritter war eine der Hauptstraßen und verband die Kathedrale mit dem Großmeisterpalast. In dieser Straße waren früher die Herbergen für die einzelnen Gruppen der Ritter, die sogenannten Zungen, aufgeteilt nach Provinzen und Ländern. In diesen Herbergen trafen sich die Ritter zum Diskutieren, Essen, Schlafen oder zum Zeitvertreib mit ihren Gefährten. Die Türen sind alle unterschiedlich groß. In einer Anekdote wird berichtet, dass man die Türen den individuellen Größen und Breiten der Ritter in ihren Rüstungen angepasst hat...

Griechenland / Mykonos - blau-weißes Bilderbuch



Mykonos ist eine Kykladeninsel und liegt in der Ägäis. Mykonos-Stadt ist eine Stadt wie aus dem Bilderbuch-Griechenland: weiße kubische Häuser, blaue Balkone und Fensterläden strahlen bei unserem Besuch mit dem azurblauen Himmel um die Wette. Dazwischen blaue und rote Kuppeln von Kirchen und Kapellen. Ein Bummel durch die engen Gässchen läßt die Herzen jedes Fotografen höher schlagen. Etwas weiter oben auf einem Hang stehen dann die Kato Mili, fünf Windmühlen. Früher sollen es zehn gewesen sein. Man nutzte sie zur Verarbeitung von Getreide, sogar von anderen Inseln soll das Getreide nach Mykonos angeliefert worden sein. Heute sind sie das bekannteste Wahrzeichen von Mykonos.

Griechenland / Meteora-Klöster



Die Meteora-Klöster liegen auf dem griechischen Festland in der Region Thessalien. Der Name Meteora hat nichts mit einem Meteor zu tun, sondern bedeutet auf griechisch "in der Luft schwebend". Die Meteora-Klöster kleben wie Schwalbennester auf hohen bizarren einzeln stehenden Felssäulen und scheinen aus der Ferne gesehen, nahezu unerreichbar zu sein. Noch heute ist es ein Rätsel, wie die Meteora-Klöster auf diesen unzugänglichen Felsnadeln erbaut wurden, wie man allein die Materialien auf die hohen Felsen schaffen konnte. Kein Weg führte hinauf. Mit einer Art Netz wurde später alles, was man benötigte zum Leben, hinaufgezogen. Auch Menschen wurden später so nach oben befördert. Gegründet wurden die Meteora-Klöster ursprünglich als Einsiedelei von dem Heiligen Athanasios. Später entstanden dann daraus 24 Klöster, heute sind noch sechs davon bewohnt und können besichtigt werden. Allerdings gibt es strenge Bekleidungsvorschriften und Damen - egal ob in Rock oder Hose - müssen sich ein Tuch oder eine Art Schürze umbinden, bevor sie die Meteora-Klöster betreten dürfen.

Griechenland / Kreta - Olivenöl für ein langes Leben




Die Insel Kreta ist die größte der griechischen Inseln und einen Besuch wert. Neben historischen Sehenswürdigkeiten ist Kreta auch reich an kulinarischen Genüssen und berühmt für seine Oliven und sein Olivenöl. Bereits in den 50er Jahren staunte man über die Langlebigkeit der Kreter und fand heraus, dass dies auf das Olivenöl zurückzuführen ist. Bei Ausgrabungen stellte man fest, dass die Minoer - die frühen Bewohner Kretas - bereits Olivenöl verwendeten. Man fand Aufzeichnungen und Krüge, die zur Aufbewahrung dienten. Olivenöl wird in der Inselküche Kretas geradezu verschwenderisch verendet, bereits zum Frühstück träufelt man es sich aufs Brot. Wer einmal nach Kreta kommt, sollte es nicht versäumen, am Hafen von Chania eine der vielen Tavernen dort zu besuchen und sich von kretischen Spezialitäten verwöhnen lassen.

Griechenland / Korfu - Grüne Insel mit Geschichte



Korfu wird auch die grüne Insel genannt wegen ihrer üppigen Vegetation. Korfu zählt zu den sieben Ionischen Inseln und ist die zweitgrößte davon. Sie liegt nahe der Küste von Albanien.

Im Lauf der Jahrhunderte durchlebte Korfu eine wechselhafte Geschichte. Einer der berühmtesten Bewohner Korfus dürfte der Deutsche Johann Matthias von der Schulenburg gewesen sein. Sein Denkmal steht noch heute vor der Festung in Korfu-Stadt. Korfu stand im 17./ 18. Jahrhundert unter venezianischer Herrschaft und von der Schulenburg kämpfte siegriech in der venezianischen Armee gegen die Türken. Er verhinderte die Eroberung.

Eine andere berühmte Persönlichkeit, die auf Korfu weilte, war Sissi, die Kaiserin von Österreich. Das Achilleion, ein Palast, den sie 1890-92 erbauen ließ, ist noch heute zu besichtigen.

Griechenland / Delphi - Die Pythia und ihr Orakel



Delphi liegt am Fuß des Parnaß-Gebirges. In Delphi befand sich im alten Griechenland das berühmteste Orakel der damaligen bekannten Welt. Vom antiken Delphi sind heute nur noch Ruinen übrig, diese zählen heute zum Unesco Weltkulturerbe. Man glaubte, dass Gott Apollon, dem ein Tempel dort geweiht war, aus dem Mund der Priesterin - der Pythia - sprach. Pythia war die einzige Frau, die den Tempel betreten durfte. In Trance beantwortete sie die ihr gestellten Fragen.
Neben dem Ausgrabungsgelände befindet sich ein sehr schönes Museum, das u.a. die Statue des berühmten Wagenlenkers von Delphi zeigt.

Freitag, 16. April 2010

Karibik / Die Bahamas: Salamugundi - Ein Piratenessen



Ein typisches Piratenessen war „Salamugundi“. Dieses Wort leitet sich ab vom französischen „Salemine“ was soviel bedeutet wie gesalzen oder stark gewürzt.In diesem alten Rezept ist leider nicht erwähnt, für wie viele Personen es gedacht ist – den Mengen nach zu urteilen wahrscheinlich für die ganze Schiffsbesatzung…

Hier ist das Rezept:

1 Schildkröte, 12 verschiedene Fische, 1 wildes Schwein, 3 Hühnchen, 3 Enten, 3 Tauben, 1 Kohlkopf, eingelegte Heringe, Anchovis, Trauben, Knoblauch, Salz und Pfeffer, Senfsamen, Öl und Essig nach Geschmack.
Die verschiedenen Fleischsorten und das Geflügel in Würfel beliebiger Größe schneiden. Alles für 24 Stunden in Gewürzwein marinieren. Danach mit den übrigen Zutaten in einem großen Topf vermischen, Gewürze hinzufügen und auf kleiner Flamme kochen lassen.
Mit Rum oder Bier vom Fass – je nach Verfügbarkeit – servieren.

Guten Appetit!

Karibik / Die Bahamas - Charles Vane & Das Piratenschlupfloch



Im 17. und 18. Jahrhundert waren die Bahamas eine berühmt-berüchtigtee Piratenhochburg. Die Inseln waren aufgrund ihrer Lage ein idealer Ausgangspunkt für die Kaperfahrten der Piraten. Viele Handelsschiffe nutzten die Meeresstraße zwischen Amerika und der Karibik. Die damaligen Kolonialmächte interessierten sich nicht besonders für die Bahamas, da es dort keine Reichtümer zu holen gab. Einer der bekanntesten Piraten war Charles Vane. Als Gouverneur Woodes Rogers - selbst ein ehemaliger Freibeuter - 1718 in Nassau eintraf mit dem Auftrag, die Piraten zu vertreiben, war Charles Vane der einzige Pirat, der sich dagegen wehrte, indem er ein gekapertes SChiff in Brand steckte und als Herausforderung gegen die hereinkommenden Marine-Kriegsschiffe steuern ließ. Später, als er sich in weiser Voraussicht vor einem schwer bewaffneten französischen Kriegsschiff zurückzog, meuterte seine Besatzung und setzte ihn als Kapitän ab. Er ging auf ein anderes Schiff und erlitt dort aber Schiffbruch in der Nähe der Bucht von Honduras. Er wurde von einem Handelsschiff aufgenommen, dort allerdings als berüchtigter Pirat erkannt, gefangen genommen und nach Jamaika geschickt, wo er im März 1720 gehängt wurde. Weitere Piraten-Berühmtheiten waren auch Blackbeard, Calico Jack oder Anne Bonny.

Karibik / Die Bahamas: Die Queen's Staircase in Nassau



Eine besondere Sehenswürdigkeit in Nassau ist Queen's Staircase, die Treppe der Königin. Sie wurde im 18. Jahrhundert von Sklaven geschaffen. Mit einfachen Werkzeugen wurde Queen's Staircase in den wasserführenden Kalksandstein gehauen. Steht man unten am Beginn der Treppe und blickt nach oben, so hat man das Gefühl, in einem hohen engen Fels-Canyon zu stehen. Die Schlucht ist ca. 31 m hoch. Die Felsen links und rechts führen senkrecht nach oben und sind grün bewachsen. 65 Stufen führen hinauf und kürzen den Weg zum Fort Fincastle ab. Benannt wurde Queen's Staircase nach Königin Victoria anläßlich deren 65-jährigen Regierungsjubiläum.

Jamaika / Obst und Gemüse - Soursop



Die Soursop gehört zu den Annonengewächsen. Die bekannteste Verwandte bei uns dürfte die Cherimoya sein. Allerdings trägt die Soursop auf ihrer Haut weiche Stacheln, daher wird sie auch Stachelannone genannt.

Jamaika / Karibisches Obst und Gemüse - Ackee



Die Ackee ist in Jamaika sehr beliebt. Die Pflanze wurde - so sagt man - vom Kapitän der "Bounty" nach Jamaika gebracht und gedieh prächtig dort - bis heute. Die Frucht ist verwandt mit der Litchie. Die Reife erkennt man daran, dass sie in drei Spalten aufplatzt. Die Ackee ist ein wichtiger Bestandteil der jamaikanischen Spezialität "Ackee and Saltfish". Leider ist nur das weißliche Fruchtfleisch um die Samenkerne herum essbar, alles übrige ist ungenießbar. Darüber hinaus wird aus der Frucht auch das Ackee-Öl gewonnen, das ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der jamaikanischen Küche ist.

Dominikanische Republik / Santo Domingo - Liming



Liming ist die karibische Variante des italienischen "Dolce far niente", des "Süßen Nichtstuns". Man könnte Liming auch als eine Art karibische Lebensphilosophie bezeichnen. Man trifft sich zufällig auf einen Plausch, sitzt gemütlich unter einem Baum und raucht eine Zigarre. Oder man stellt sich einen Stuhl auf den Gehsteig vor seinem Haus und trinkt genüßlich einen Kaffee - wenn dann Bekannte zum Plauschen vorbeikommen, umso besser.
Liming ist einfach eine kleine Pause im anstrengenden und heißen karibischen Alltag, um sich auszuklinken und zur Ruhe zu kommen.